Gehirn und Bildung,
die Basis unserer Lebensqualität und Potentiale

In seinem Buch, „Die Reise ins Innere des Gehirns", beschreibt Ronald Kotulak die spannenden und revolutionären Entdeckungen der Hirnforschung, besonders in den letzten 15 Jahren.

Nach den neuesten Erkenntnissen der Forscher, besitzt das Gehirn eine erstaunliche Plastizität. Es hat die Fähigkeit sich umzustrukturieren, um seine Aufgaben besser wahrnehmen zu können. Es kann, entgegen der alten Lehrmeinung, wenn auch bedingt, neue Zellen und Vernetzungen bilden.
Dies führt nach seinen Aussagen, zu dem Schluß, „daß geistige Stimulation auf lange Sicht sogar wichtiger für den menschlichen Körper sein dürfte, als selbst die Nahrung."

Besonders im letzten Kapitel seines Buches erklärt er, daß Bildung die Nahrungsquelle für das Gehirn ist und verdeutlicht weiter, auch anhand statistischer Untersuchungen, wie Bildung eine immunisierende Wirkung auf den Menschen hat. Diejenigen die mehr davon abbekommen, leben länger, während die, denen sie fehlt, immer weiter zurückfallen.

Nach dem Motto: „Was wir nicht wissen, kann uns schaden.", erzählt er, über die drastischen Diskrepanzen in der Sterblichkeits- und Erkrankungsrate zwischen Menschen mit gehobener und niedriger Bildung.
Dies zeigt er, unter anderem, am Beispiel der Forscher von der Johns Hopkins University auf, die ziemlich erstaunt waren, auch in ihrer Nähe diesem Phänomen zu begegnen. Er schreibt: „Die Hauptursache für Erblindungen im benachbarten Armenviertel East Baltimore ist der Graue Star. Obwohl diesem, auch als Katarakt bezeichneten Übel, durch eine einfache Operation abgeholfen werden kann, wußten die Leute noch nicht einmal, daß ein solcher Eingriff direkt nebenan im Hopkins-Kospital vorgenommen werden kann und daß dieser Eingriff vom Regierungsprogramm „Medicare" bezahlt wird.

Wenn wir also, auch mit Hilfe der angewandten Kinesiologie, unser Gehirn pflegen, tun wir das Beste, um unseren Möglichkeiten und Fähigkeiten eine Chance zu geben sich in diesem Leben zu unserem Wohl und dem Wohl unserer Mitmenschen zu entfalten. Wir schaffen das Fundament für eine gute Lebensqualität und persönliche Erfüllung.

Wenn wir bedenken, das von rund einer Trillion (1000 Billionen) synaptischer Verbindungen bei einem Säugling von 8 Monaten, dem Kind von 10 Jahren noch ca. 500 Billionen übrigbleiben, können wir uns fragen, was der Sinn einer solchen Überproduktion und dem darauffolgenden Wegschrumpfen ist.
Eine Antwort lautet: Um den Input der jeweiligen Umgebung, in die das Kind hineingeboren wird, optimal verarbeiten und sich an die entsprechenden Ernährungsweisen, Sprache und Kultur anpassen zu können.

Verschwinden die Verbindungen, weil sie nicht zeitig genug genutzt wurden? Auch dies ist möglich. Ronald Kotulak schreibt am Ende seiner Einführung deshalb,: „Die wichtigste aller Entdeckungen war dabei für mich, daß das Gehirn sich durch Übung ständig verbessert, durch Nichtgebrauch allerdings „einrostet". Wir haben hier das vortrefflichste Beispiel eines „use it or lose it"-Mechanismus, der es jedem von uns selbst überläßt, wie weit wir unsere eigene Hirnkapazität aufbauen und erweitern wollen."



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